Information zu Apotheken in Frankfurt am Main Apotheken-Notdienst und Öffnungszeiten

Apotheken in Frankfurt

Apotheken in Frankfurt am Main stehen vor großen Herausforderungen
Mit rund 736.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie etwa 2,5 Millionen Menschen im Ballungsraum ist Frankfurt am Main die fünftgrößte Stadt in der Bundesrepublik Deutschland. Der internationale Finanz- und Messeplatz ist aufgrund seiner Größe mit umfangreicher Infrastruktur beispielsweise hinsichtlich der Gesundheitsversorgung und damit auch mit einem dementsprechenden Netz an stationären Apotheken ausgestattet. Das ist auch notwendig, schließlich ist Frankfurt am Main in 16 Ortsbezirke, 46 Stadteile und 121 Stadtbezirke unterteilt und weist eine Fläche von knapp 250 km2 auf.


Karte mit Apotheken in Frankfurt am Main

169 Apotheken im Stadtgebiet

Allerdings spüren genauso wie im gesamten Bundesgebiet auch die stationären Apotheken in Frankfurt am Main den seit Längerem vorherrschenden Konzentrationsprozess und die starken Mitbewerber der (Online-)Versandapotheken. Das wirkt sich nicht zuletzt auf die Anzahl der Standorte und damit die Apothekendichte aus. So ist die Anzahl der Apotheken im gesamten Bundesland Hessen zwischen 2010 und 2016 von 1.616 auf 1.530 zurückgegangen, in Frankfurt am Main, der größten Stadt im Bundesland, wurde ein Rückgang von fünf Prozent auf 169 Apotheken verzeichnet. Trotz dieser auf den ersten Blick hohen Zahl weist die Main-Stadt bei der medizinischen Versorgung eine vergleichsweise geringe Versorgungsdichte auf. Die Apothekendichte liegt bei 4.601 Einwohnerinnen und Einwohnern je Apotheke. Damit werden im Vergleich mit dem Durchschnitt der kreisfreien Städte (3.932 Einwohnerinnen und Einwohner pro Apotheke) um jeweils 129 Einwohnerinnen und Einwohner mehr versorgt. In Hessen gibt es pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner 24 Apotheken, der Durchschnitt in Deutschland liegt bei 25 Apotheken. Damit ist die Bundesrepublik im Europa-Vergleich unterrepräsentiert, denn der EU-Durchschnitt liegt bei 31 Apotheken pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.


Ziel ist die wohnortnahe Versorgung mit Medikamenten

In Frankfurt am Main wird die sinkende Zahl der Apotheken noch von einem weiteren Umstand begleitet – dem Alter des Inhaberinnen und Inhaber und damit verbunden der oftmals schwierigen Sucher nach einer Betriebsnachfolgerin bzw. einem Betriebsnachfolger. Denn aktuell liegt das Durchschnittsalter der Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber in Frankfurt mit 54,6 Jahren über dem bundeslandweiten Durchschnitt von 52,8 Jahren. In wenigen Jahren würden somit rund 70 der aktuellen Apothekeninhaberinnen und -inhabern das Rentenalter erreichen und damit ein hoher Bedarf an Nachfolgerinnen und Nachfolgern einhergehen. Der starke Wettbewerb und die Verdrängung durch die (Online-)Versandapotheken wirken sich aber auch in diesem Punkt stark aus: „Die Zahl der Apotheken, die in Zukunft nicht mehr verkäuflich sind, wird in den nächsten Jahren zunehmen“, kommentiert Jürgen Schneider, Geschäftsführer des hessischen Apothekerverbandes (HAV), die aktuelle Lage. Der HAV hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Versorgung in den Städten sehr genau zu beobachten und verstärkt den Dialog mit der Politik zu suchen, um auch im Nacht- und Notdienst die wohnortnahe Versorgung gewährleisten zu können.

Mehr kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dass trotz sinkender Apothekenzahl die Qualität der Beratung nicht abnimmt, ist an der Zahl der qualifizierten Beschäftigten abzulesen. Ende 2016 waren in hessischen Apotheken 11.578 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2015: 11.313) beschäftigt. Der HAV betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung als Arbeitgeber: „Die Apotheken bieten als innovative Versorgungsunternehmen hochqualifizierte und sichere Arbeitsplätze, nicht nur für approbierte Apothekerinnen und Apotheker“, hält HAV-Geschäftsführer Jürgen Schneider fest. 2016 gab es im gesamten Bundesland 4.322 (2015: 4.254) approbierte Apothekerinnen und Apotheker, 4.689 (2015: 4.531) pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten sowie 2.567 (2015: 2.528) pharmazeutisch-kaufmännische Assistentinnen und Assistenten. Auch in der Ausbildung präsentieren sich die Apotheken stark und stellten 2016 432 (2015: 384) Ausbildungsplätze bereit.

Apotheken Öffnungszeiten und Notdienst: Versorgung rund um die Uhr gewährleistet

Nicht nur die US-Metropole New York, auch Frankfurt am Main kann als „Stadt, die niemals schläft“ bezeichnet werden. Und so ist die Versorgung mit Arzneien auch rund um die Uhr gewährleistet. Die meisten Apotheken in der Mainstadt verfügen über ausgedehnte Öffnungszeiten, die meist bis in den späten Abend andauern: Reicht das einmal nicht aus, so stehen bei einem Notfall ausreichend Apotheken mit einem Notdienst und einem Nachtdienst bereit. Bestes Beispiel für eine Versorgung fast rund um die Uhr ist die Apotheke im Hauptbahnhof Frankfurt am Main, die Montag bis Samstag bis 21.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 20.00 Uhr ihre Pforten geöffnet hat. Gerade die Umgebung rund um den Hauptbahnhof galt jahrelang als „gefährliches Pflaster“ – verbunden mit einer dementsprechend hohen Suchtmittel- und damit auch (Beschaffungs-)Kriminalitätsrate. Über einen längeren Zeitraum wurde in Frankfurt am Main unter allen deutschen Städten über 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die höchste Anzahl an Straftaten gemessen an der Bevölkerung verzeichnet. Diese lag 2013 bei 16.292 Delikten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. In den Folgejahren entwickelte sich diese Rate allerdings rückläufig und 2016 stand Frankfurt am Main mit 15.671 Delikten pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern erstmals seit längerer Zeit nicht mehr auf Platz eins im Ranking der deutschen Städten. Ein vierter Rang hinter Berlin, Leipzig und Hannover kann durchaus als Erfolg betrachtet werden. Nicht nur an exponierten Lagen wie dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main, sondern auch am Flughafen steht eine entsprechend ausgebaute Apothekeninfrastruktur zur Verfügung. So finden sich am gesamten Gelände des Flughafen Frankfurt gleich drei Standorte von „Metropolitan Pharmacy“, nämlich in Terminal 1/B Ebene 2 (geöffnet montags bis sonn-/feiertags von 6.30 bis 21.00 Uhr), in Termin 1, Transit Z Non-Schengen (geöffnet montags bis sonn-/feiertags von 6.30 bis 21.30 Uhr) und in Terminal 2, Ebene 3 (geöffnet montags bis sonn-/feiertags von 7.00 bis 21.00 Uhr).


Conclusio

So ist abschließend festzuhalten, dass derzeit die Versorgung der Bevölkerung mit Apotheken in Frankfurt am Main ausreichend gewährleistet ist, aber aktuelle Herausforderungen wie die wirtschaftliche Lage der Apotheken und die starke Konkurrenz durch Versandapotheken sich in Zukunft noch verstärken werden. Nur mit einem breiten Angebot an Produkten und Dienstleistungen und einer hohen Qualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen werden sich diese Herausforderungen meistern lassen.