Teebaumöl: die kleine Apotheke für die Tasche Natürliches Heilmittel gegen Herpes, Akne und Hautpilze

Teebaumöl

Während sich jahrelang die Schulmedizin gegen alle Arten von Homöopathischen Mitteln und auch Naturheilverfahren und rein pflanzlichen Mitteln gewehrt hat und für jede Krankheit, jede Erkältung und jedes kleine Wehwehchen Tabletten, Antibiotika und sonstige Medikamente, findet langsam ein Umdenken statt. Das bedeutet auch, dass viele alte, teilweise längst vergessene pflanzliche Mittel eine zweite Renaissance erleben. In diesem Artikel wollen wir nun das Teebaumöl vorstellen, welches sich sehr gut bei verschiedensten Problemen mit der Haut anwenden lässt.

Teebaum
Blätter und Früchte des Teebaum werden verarbeitet zu Teebaumöl

Woher kommt Teebaumöl?

Der sogenannte Teebaum ist die Pflanze, aus der das Öl gewonnen wird. Eigentlich handelt es sich bei der Pflanze um ein Myrtengewächs und strenggenommen ist der Teebaum ein immergrüner Busch. Aufgrund der Größe einiger Büsche hat man dann irgendwann zusätzlich den botanischen Begriff „kleiner Baum“ eingeführt, den man für den Teebaum auch verwenden kann.

Ursprünglich stammt der Teebaum aus Australien. Dort wächst er in verschiedenen Sorten wild, wird inzwischen jedoch auch in anderen Ländern, wie z.B. China, angebaut, um das wertvolle Öl zu produzieren. Australien ist jedoch weiterhin das Land mit dem höchsten Anteil an Teebäumen und kann auch mit Abstand die höchste Produktion vorweisen.

In Australien wächst der Teebaum nur in Küstennähe der beiden Staaten New South Wales sowie Queensland in freier Wildbahn. Das begehrenswerte Öl wird aus den Blättern und Astspitzen des Baumes gewonnen, der eine Größe von bis zu 15 Meter erreichen kann. Hierzu wird ein besonders schonendes Destillationsverfahren, das sogenannte Wasserdampfdestillationsverfahren, angewendet.
Quelle: Teebaumöl das vergessene Heilmittel - gesundheits-abc.info

Wirkung schon lange bekannt

Geschichtlich ist besonders interessant, dass sich bereits die Ureinwohner Australiens mit dem Öl befasst haben. In Flüssen und anderen Gewässern sind häufig die ölhaltigen Blätter hineingefallen. Das Öl hat sich im Wasser gelöst und die badenden Ureinwohner haben positive Auswirkungen auf die Haut feststellen können. Dies hat unter anderem der Entdecker James Cook (1728-1779) beobachtet, der das Teebaumöl dann auch nach Europa brachte.

Unterschiede beim Öl

Australisches Teebaumöl gilt als das beste der Welt und die dortige Gewinnung unterliegt besonders hohen Qualitätsstandards.
Echtes australisches Teebaumöl darf sich nur ein Öl nennen, welches aus einem der drei nachfolgenden Sorten Teebaum gewonnen wurde:

  • melaleuca alternifolia
  • melaleuca linariifolia
  • melaleuca dissitiflora

Das Öl ist so besonders, dass Kenner anhand des Geruches erkennen, wann die Ernte und Verarbeitung stattgefunden hat.

Inhaltsstoffe

Teebaumöl besteht aus mehr als 100 verschiedenen Inhaltsstoffen. Die wichtigsten sind hierbei mit einem Gesamtanteil von 55-60% die sogenannten Terpinene. Das sind isomere Kohlenwasserstoffe mit einem sogenannten p-Methangerüst. Diese Terpinene (es gibt verschiedene, z.B. Terpinen-4-ol und Alpha-Terpine) weisen eine erstklassige Wirkung gegen Bakterien, Pilze und teilweise Viren auf. Das Öl wird dadurch antibiotisch, fungizid und antiseptisch. Außerdem sind diese Wirkstoffe auch maßgeblich mit für den Geruch des Teebaumöls verantwortlich.

Wann setzt man Teebaumöl ein?

Teebaumöl ist sehr vielseitig einsetzbar. Während es in der Alternativmedizin, z.B. durch Heilpraktiker, schon immer eingesetzt wurde, kann man es jedoch auch zur Eigenbehandlung erwerben. Dabei sollten sich die Anwendungsbereiche auf die Haut beschränken. Obwohl man Teebaumöl in der richtigen Dosierung und unter ärztlicher oder fachkundiger Kontrolle auch verdünnt einnehmen kann, raten wir davon ab. Dies gilt insbesondere für die unbeaufsichtigte Einnahme. Die wichtigsten Anwendungsgebiete sind nachfolgend einmal aufgezählt:

Teebaumöl gegen Akne

Inzwischen ist wissenschaftlich belegt, dass das wertvolle Öl gegen Akne helfen kann. Eine Linderung ist wahrscheinlich, teilweise wird sogar von Heilung berichtet. Die Entzündungen einer Akne werden durch die Terpinene deutlich gelindert.

Teebaumöl gegen Hautpilze

Fuß- und Nagelpilz sind weithin bekannt. Aber auch an anderen Stellen können sich auf der menschlichen Haut Pilze ansiedeln. Z.B. auf der Kopfhaut oder auch an Stellen, die warm und feucht sind (Scheidenpilz, Achselhöhlen, Pilz in der Po-Falte, usw.). Diese Pilze nennt man Hautpilze. Regelmäßig vorsichtig aufgetupft kann Teebaumöl durchaus den Pilz zurückdrängen. Für den Kopf empfiehlt sich, ein paar Tropfen Öl ins Shampoo zu geben.

Teebaumöl gegen Viren

Insbesondere bei einem Lippenherpes wird Teebaumöl schon lange eingesetzt. Es ist erwiesen, dass die Infektion schneller abklingt und die Bläschen dahingehend desinfiziert, dass eine Ansteckung dritter Personen unwahrscheinlicher wird. Darüber hinaus gibt es weitere positive Eigenschaften des Öls: kleinere Wunden heilen schneller, das Öl kann Warzen austrocknen und den Juckreiz lindern und es kann auch gegen Pickel und Mitesser zur Desinfektion eingesetzt werden.

Teebaumöl Anwendung

Teebaumöl ist trotz der hervorragenden Wirkungen leider kein Allheilmittel. Wie bereits erwähnt, sollte man es nicht einnehmen. Darüber hinaus kann Teebaumöl für Allergiker und Asthmatiker gefährlich sein. Es gibt Personen, die auf das Öl stark allergisch reagieren. Darum sollte man es immer zu Beginn hochverdünnt an einer kleinen Stelle des Körpers testen, bevor man es tatsächlich anwendet. Bei Asthmatikern besteht ein ähnliches Problem. Die Atemwege können gereizt werden und im schlimmsten Fall kann ein Asthmaanfall ausgelöst werden.

Fazit

Teebaumöl ist ein hervorragendes Mittel gegen kleinere Infektionen der Haut. Es ist wichtig, die Sicherheitshinweise und unsere Ratschläge bei der Anwendung zu beachten. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt!