Hausmittel & Medikamente gegen Durchfall Auslöser von Magen-Darm-Infektionen | Wirkstoffe zur Behandlung

Durchfall – Ursachen & Abhilfe

Durchfall. Das ist etwas, was jeder Mensch bereits hatte und trotzdem niemand benötigt. Es gibt viele unterschiedliche Auslöser für einen Durchfall und eine Menge verschiedener Verläufe. In diesem Artikel klären wir auf, was die häufigsten Ursachen für Durchfall sind und zeigen Lösungen.

Durchfall - was ist das?

Grundsätzlich empfindet jeder Mensch Durchfall etwas anders. Jemand, der nur alle drei Tage einen Stuhlgang hat, der naturgemäß dann etwas härter ist,empfindet möglicherweise einen dreimal hintereinander liegenden Toilettengang mit weichem, breiigen Stuhl schon als Durchfall. Wer hingegen sowieso täglich breiigen Stuhl hat, für den ist erst wässriger Stuhlgang echter Durchfall.

Die WHO(Weltgesundheitsorganisation) definiert den Durchfall mit drei Stuhlentleerungen pro Tag und breiigen bis flüssigem Stuhl als Durchfall. Zusätzlich gilt als weiteres Kriterium, das mindestens 250 g Stuhl abgesetzt wurden.

Ein Durchfall kommt in der Regel mit Begleiterscheinungen im Magen-Darm-Bereich einher. Bauchschmerzen, Krämpfe und ein Druckgefühl, sowie auch Übelkeit, sind häufig.

Durchfall Auslöser
Auslöser von Durchfall: Viren, Stress, Bakterien, Medikamente, Ernährung
Quelle: www.montavit.com

Was löst Durchfall aus?

Zunächst muss man zwischen chronischem und akutem Durchfall unterscheiden. Entzündungen im Darm, wie zum Beispiel Morbus Crohn oder ein Reizdarm sind Gründe für chronischen Durchfall.

Darüber hinaus gibt es den akuten Durchfall, der verschiedene Auslöser haben kann:

Infektionen mit Viren oder Bakterien sind häufig die Ursache für Durchfall. Im Volksmund wird oft von einer Magen-Darm-Grippe gesprochen.

Die Ernährung ist häufig Auslöser für einen Durchfall sein. Verdorbene Lebensmittel sind hier ebenso Ursache, wie verschiedener Unverträglichkeiten. Zöliakie und Intoleranzen (Z. B. die Fruktose-oder Laktoseintoleranz) können ebenso Durchfall auslösen.

Insbesondere bei Kindern, aber auch bei manchem Erwachsenen, können Angst und Stress Durchfall auslösen.


Grundlegende Verhaltensregeln

Die meisten akuten Durchfälle lassen sich vermeiden, indem man einige Vorsichtsmaßnahmen trifft. Die wichtigste Regel ist sicherlich regelmäßiges und gründliches Händewaschen.

Durchfall auf Reisen

Insbesondere in anderen Ländern sollte auf Leitungswasser verzichtet werden. Offen angebotenes Obst und Gemüse sollte unbedingt geschält und gewaschen werden.Der Verzehr von Lebensmitteln an Imbissständen, auf Marktplätzen, kleineren Restaurants, etc. sollte vermieden werden. Insbesondere in Ländern mit warmem und feuchtem Klimasiedeln sich schnell Keime auf dem Essen an. Sofern möglich,sollte man nur gut durcherhitztes Essen verzehren und darauf achten,dass es frisch zubereitet wird. Lebensmittel, die zum Beispiel stundenlang auf einem Hotel-Buffet liegen, können schnell einen mehrtägigen Durchfall auslösen.

Wie kann man Durchfall behandeln?

Der wichtigste Punkt bei einer Durchfallerkrankung ist die Vermeidung einer Austrocknung durch den hohen Flüssigkeitsverlust. Diese wäre, insbesondere bei Kindern und älteren Menschen, lebensgefährlich. Es gilt daher unbedingt, eine Austrocknung zu vermeiden. Dazu muss nicht nur die Flüssigkeit ersetzt werden (im Zweifel sogar durch einen Tropf) sondern der Körper benötigt auch zwingend Elektrolyte. Die Basistherapie einer starken Durchfallerkrankung ist daher die Gabe einer Rehydrationslösung. In der Apotheke zum Beispiel gibt es Pulver, die Elektrolyte enthalten und in Wasser gelöst werden können.

Gegen die Schmerzen und Krämpfe im Bauchbereich, welche oft mit einer Durchfallerkrankung einhergehen, können krampflösende Mittel helfen.

Zusätzlich gibt es Medikamente,die die Darmbewegung reduzieren können, indem einopiat-ähnlicher Wirkstoff auf die Nerven einwirkt, welche die Darmkontraktionen auslösen. Diese Mittel werden oft im Fernsehprogramm beworben.

Sollte der Arzt eine bakterielle Infektion festgestellt haben, so kann er unter Abwägung aller Vor- und Nachteile Antibiotika verschreiben.

Die Gabe von Probiotika kann die Durchfalldauer etwas verkürzen. Zu beachten ist, dass Milchprodukte bei manchen Menschen den Durchfall verstärken können. Es bieten sich daher Probiotika in Kapselform an.

Eine innovative Alternative sind Medikamente die die Darmschleimhaut schützen und ihre normale Funktion wiederherstellen. Diese kleiden den angegriffenen Darm mit einem Schutzfilm aus somit wird der Durchfall gestoppt.

Aus dem Bereich der Naturheilverfahren gibt es weitere Produkte (z.B. Mormodica, also die Bittermelone), die Chinin und andere pflanzliche Wirkstoffe enthalten. Auch diese Mittel können sehr gut gegen Durchfall helfen.

Fazit

Auch wenn akuter Durchfall in der Regel harmlos ist, gilt es ein Austrocknen zu vermeiden. Wer die kleinen Tipps zur Durchfall vermeidung beherzigt, der wird wesentlich seltener von“ Montezumas Rache“ getroffen werden.Chronische Durchfälle hingegen gehören immer durch einen Arzt betreut.