Mikronährstoffe: Vitamine & Mineralien Gesund durch Mikronährstoffmedizin

Mikronährstoffmedizin

Orthomolekularmedizin - dieses schwierige Wort ist der Fachbegriff für die sogenannte Mikronährstoffmedizin. Andere Begriffe sind auch Vitalstoffmedizin oder Nährstoffmedizin. In diesem Bereich dreht sich alles um Heilung und Therapie von Krankheiten, die aufgrund von Mangelzuständen im Körper im Bereich von Makro-und Mikronährstoffen verursacht werden. In diesem Artikel beschreiben wir was die Mikronährstoffmedizin ist und wo der Einsatz sinnvoll ist.

Mikronährstoffmedizin: Vitamine und Mineralien als Nahrungsergänzung
Vitalstoff-Medizin: Zusätzliche Vitamine und Mineralien in Form von Nahrungsergänzung

Was leistet die Mikronährstoffmedizin?

Die Vitalstoffmedizin ist Teil der Ernährungsmedizin. Ziel ist, aufgrund eines festgestellten Mangels an Vitalstoffen, gezielt entsprechende Makro- und Mikronährstoffe zur Therapie und Prävention zuzuführen. Die Idee ist dabei, Krankheiten durch gezielte Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Vitalstoffen zu therapieren und bestenfalls zu heilen.

Hierzu setzt man unter anderem gezielt auf die Selbstheilungskräfte des Körpers, die durch die Gabe von Vitalstoffen aktiviert werden. Dabei nutzt man die Erkenntnis, dass die Funktionen des menschlichen Körpers nur reibungslos ineinandergreifen, wenn die entsprechenden Makro-und Mikronährstoffe in der richtigen Menge zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig sollen durch Gabe entsprechender Vitalstoffe Krankheiten nach Möglichkeit verhindert werden. Hierbei gilt, dass zur Prävention alle körpereigenen Substanzen im Organismus in ausreichender Menge vorhanden sein müssen. Nur dann kann man von einem optimalen Gesundheitsschutz sprechen.

Was versteht man unter Vitalstoffe?

Unter dem Begriff Nährstoffe (Vitalstoffe) versteht man Wirkstoffe, die bereits im menschlichen Körper vorhanden und für die Gesundheit wichtig sind. Die entsprechenden Stoffe sorgen für einen reibungslosen Ablauf aller Funktionen im Körper.

Einerseits sind dies Stoffe, die der Körper selber bilden kann, wie zum Beispiel Hormone (Melatonin, Insulin, Vitamin D3) andererseits Stoffe, die der Körper nicht selbst bilden kann (zum Beispiel die meisten Vitamine, viele Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe).

Warum kann ein Vitalstoffmangel entstehen?

Ein Nährstoffmangel kann durch vielerlei Dinge entstehen. Zunächst kann er durch Krankheiten, wie zum Beispiel die Kryptopyrrolurie, ausgelöst werden.

Dann kann der Nährstoffmangel durch falsche Ernährung hervorgerufen werden. Das beste Beispiel ist der Skorbut, der bei Säuglingen auch als Möller-Barlow-Syndrom bezeichnet wird. Hier sorgt ein Fehlen von Vitamin C über einen längeren Zeitraum in der Nahrung für das Ausbrechen der Vitalmangel Krankheit, dem sogenannten Skorbut.

Darüber hinaus können die Lebensumstände eines jeden einzelnen einen Vitalstoffmangel nach sich ziehen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Stoffe über einen längeren Zeitraum zu geringer Konzentration zugeführt werden. Neben einer schlechten Ernährung sind dies häufig ein hoher Genussmittelkonsum und auch übertriebene sportliche Betätigung. Insbesondere bei Hochleistungssportlern fällt zum Beispiel auf, dass häufig ein höherer Bedarf an Magnesium erforderlich ist.

Warum ist die Mikronährstoffmedizin heutzutage so wichtig?

Unser Körper hat sich, abgesehen von der Größe, in den letzten Jahrtausenden nicht großartig verändert. Unsere heutige Zivilisation bietet allerdings völlig andere Lebensumstände.
Während sich die Menschen früher viel bewegen und hart arbeiten mussten und dabei häufig hauptsächlich pflanzliche Stoffe zu sich nehmen mussten, ist es heute genau umgekehrt. Unsere Ernährung enthält viel Fett und Kohlehydraten, also extrem energiereich. Gleichzeitig bewegt sich der größte Teil der Menschen viel zu wenig.

Diese Änderungen sind so schnell geschehen, dass der Körper und unsere Gene keine Möglichkeit hatten, sich an diese Bedingungen anzupassen.
Aufgrund dessen leiden viele Menschen an Diabetes, Alzheimer, entzündlichen Darmerkrankungen, Neurodermitis und anderen Hautkrankheiten, Allergien und vor allem auch Übergewicht.

Genau an diesem Punkt kann die Mikronährstoffmedizin ansetzen. Mit der richtigen Dosierung vieler Vitalstoffe lässt sich eine Verbesserung der Gesundheit bei kranken Menschen (zum Beispiel Verlagerung der Ernährung auf kohlehydratarme Lebensmittel) ebenso erreichen, wie sich viele Erkrankungen durch gezielte Ergänzung fehlender Vitalstoffe vermeiden, bzw. hinauszögern lassen.

Wichtig ist, dass die Mikronährstoffmedizin die normale Medizin lediglich ergänzen soll. Sie kann in den allermeisten Fällen eine zusätzliche Therapie nur erleichtern und verbessern, jedoch nicht vollständig ersetzen.
Vorteil der Mikronährstoffmedizin ist darüber hinaus, dass sie praktisch Nebenwirkung frei ist (abgesehen von möglichen Allergien und Unverträglichkeiten).

Fazit zu Mikronährstoffen

Die Mikronährstofftherapie ist im Rahmen der Ernährungsmedizin eine gute Ergänzung zu herkömmlichen Therapien bei vielen Erkrankungen. Gleichzeitig kann mithilfe gezielter Gaben von Vitalstoffen die Gesundheit erhalten werden.