Heuschnupfen Medikamente und Hausmittel gegen die Allergie

Heuschnupfen: Ursache & Behandlung

Heuschnupfen zählt zu den häufigsten Allergien und kann ganz schön aufs Gemüt drücken. Vor allem dann, wenn man eigentlich die ersten warmen Sommertage genießen möchte. Stattdessen sitzt man mit Freunden auf der Terrasse und kämpft mit heftigen Niesattacken, brennenden Augen und juckender Nase. Viele Betroffene wissen dabei gar nicht, dass die Medizin mittlerweile einige therapeutische Möglichkeiten bereit hält. Heuschnupfen lässt sich zwar noch nicht heilen, aber sehr gut therapieren. Die Belastungen und Symptome können so aushaltbar und erträglich gemacht werden, sodass niemand mehr auf einen gemütlichen Grillabend mit Freunden verzichten muss, nur weil draußen die Pollen fliegen.

Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion, bei der es zu Entzündungen in der Nasenschleimhaut kommt. Ausgelöst wird der Heuschnupfen durch Pollen, sodass sie auch Pollenallergie bezeichnet wird. In Fachkreisen nennt man den Heuschnupfen daher auch Pollinosis oder Pollenallergie. Nicht zu verwechsel ist er aber mit einem allergischen Schnupfen, der wieder andere Auslöser hat. Leider kommt der Heuschnupfen bereits in jungen Jahren vor, in den meisten Fällen schon ab frühem Kindesalter. Natürlich kann der erste Anfall auch im Erwachsenenalter auftreten und die Lebensqualität stark einschränken.

Wann tritt Heuschnupfen auf?

Glücklicherweise sind Betroffene im Winter weitgehend befreit von den lästigen Symptomen des Heuschnupfens. Dementsprechend handelt es sich um eine saisonale Belastung, welche auf die Atemluft zurückzuführen ist. So verändert sich diese stets im Frühjahr und zieht sich über die Sommermonate, teilweise bis in den Herbst hinein. Viele empfindliche Patienten leiden daher in allen Jahreszeiten, außer im Winter, am Heuschnupfen. Andere reagieren lediglich im Frühjahr und verspüren im Laufe des Sommers eine Erleichterung.

Gibt es Folgeerkrankungen?

Leider kann Heuschnupfen auch weitere Krankheiten oder Symptome auslösen. Wer schon früh mit Heuschnupfen zu kämpfen hat, der kann im weiteren Verlauf auch andere Atemwegserkrankungen bekommen oder an Nasennebenhöhlenentzündungen leiden. Auch Asthma ist als Folgeerkrankung von Heuschnupfen zu erkennen.

Welche Auslöser können Atemwegsallergien haben?

Die Auslöser können vielfältig sein, allerdings haben sie eine Sache gemeinsam. Sie sind alle in der Luft anzutreffen. 80 Prozent aller Heuschnupfenpatienten allerdings reagieren auf Pollen allergisch. Diese kommen von den Blüten und Bäumen und fliegen mehr oder weniger sichtbar in der Luft herum. Die zweithäufigsten Auslöser sind Tierhaare, welche sich ebenfalls in der Luft befinden können und eine allergische Reaktion auslösen können. Etwa 30 Prozent aller Allergiker reagieren auf Milben, auf so genannten Hausstaub. Dabei sind nicht die Milben selbst das Problem, vielmehr geht es um die Ausscheidungen und den Kot der Milben, welche in die Luft und somit in die Atemwege gelangen können. Mit weniger als 10 Prozent sind Schimmelpilze ursächlich für Allergien.

Symptome Heuschnupfen

Die typischen Symptome bei Heuschnupfen sind weitgehend bekannt. So äußern sich die Krankheit durch sehr auffällig häufiges Niesen und ein relativ starker Fließschnupfen. Auch ein starkes Jucken und eine Rötung der Bindehaut kommen nicht selten vor. Sehr viele fühlen ein deutliches Kribbeln in der Nase oder den Augen. Ab und an kommt es sogar zu einem Anschwellen im Gesichtsbereich, meist unter den Augen oder um die Nase. Die Einflussfaktoren entscheiden darüber, wie lange die Symptome auftreten, auch kommt es auf die Empfindlichkeit an. Je länger man sich an einem Ort aufhält, der allergische Reaktionen hervorrufen kann, desto stärker werden die Abwehrreaktionen im Körper.

Später können betroffene Personen auch auf Hausstaub reagieren oder gegen Tierhaare allergisch werden. Häufig kommt es dann zu einer Überempfindlichkeit der Nase, sodass Tabakgeruch als sehr extrem störend empfunden wird und auch kalte Luft oder starke, intensive Düfte zur Belastung werden.
Sehr häufig sind Patienten auch von einer entsprechenden Tagesmüdigkeit betroffen, meist äußert sich diese in einer geschwächten Konzentration. Bei Schülern kommt es zu einem Leistungsabfall. Wird eine Allergie nicht behandelt, so kann sich der Heuschnupfen weiterentwickeln.

Behandlung von Heuschnupfen

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten, um Heuschnupfen oder allergische Reaktionen zu behandeln. Diese können untereinander auch wirkungsvoll miteinander kombiniert werden. Der einfachste Weg ist die Karenz, also das Meiden der Auslöser. Dies ist allerdings bei Heuschnupfen nicht immer möglich, denn die Pollen sind zu bestimmten Jahreszeiten überall in der Atemluft. Im zweiten Schritt kann man eine medikamentöse Behandlung wählen um die Symptome zu lindern. So gibt es spezielle Augentropfen, Nasensprays und Tabletten mit Antihistaminika oder Glukokortikoide. So können während eines akuten Schubes die Symptome verbessert oder gelindert werden. Als dritte Möglichkeit steht eine Allergie-Impfung im Raum, die jedoch noch vielseitig diskutiert wird. Der Plan ist, dass durch die Immuntherapie die Überempfindlichkeit langfristig reduziert wird und die Reaktionen des Körpers ausgeschalten werden. Diese Möglichkeit wird allerdings noch nicht allzu häufig angewandt, ist es doch ein Eingriff in die eigenen Abwehrkräfte.